Evangelischer Pfarrbereich Weißenfels Süd-Ost   

Jugendkreuzweg 2010

Jugendkreuzweg 2010

Genau eine Woche vor Karfreitag trafen sich wie in jedem Jahr evangelische und einige katholische Jugendliche aus Weißenfels und Umgebung, um gemeinsam den letzten Weg Jesu zu bedenken. „Der Blick aufs Kreuz ist kein historischer Blick zurück, der mich völlig unberührt lässt. Es ist immer ein Blick auf die eigenen Lebensthemen und Lebensfragen“ erläutert Markus Hartmann, Geschäftsführer des Jugendkreuzwegs, die Sichtweise des Vorbereitungsteams. - So haben auch wir, die Jugendlichen und Erwachsenen der Region, die Themen der letzten Worte Jesu aufgegriffen und an verschiedenen Stationen einander vorgestellt.  

            

Der Kreuzweg begann in der Marienkirche Weißenfels, führte uns dann auf den Hof der "Tafel", einer Einrichtung, die sich um die Versorgung von besonders bedürftigen Menschen kümmert, ihnen Lebensmittel zukommen lässt und ihren Kindern einen betreuten Anlaufpunkt am Nachmittag bietet. Jesus stiftet am Kreuz neue Beziehungen, was bedeutet das für uns - an so einem Ort, darüber haben wir hier nachgedacht.

         

  

Die nächste Station, auf dem Schlossvorplatz mit Blick auf die Stadt, nahm solche Themen wie Zweifel, Angst, Einsamkeit, Vorwurf, perspektivlos, im Stich gelassen werden, Gott-los, Klage auf und schloss mit der Gebetsbitte unseren Glauben zu stärken.

Das katholische Altenheim "Sankt Franziskus" war das nächste Stationsziel. Hier wurden wir vom Leiter des Heimes bereits erwartet und kurz über das Leben hier informiert. Gemeinsam mit einigen Bewohnern des Altenheimes hörten wir Worte und Gedanken zum Thema Lebensdurst und Erlösung.

     

Inzwischen hatte sich der Himmel über Weißenfels verfinstert, ein starkes Gewitter war "im Anmarsch". Das beschleunigte unser Pilgertempo ganz wesentlich, aber wir haben nicht aufgegeben! Vom starkem Wind und ersten Regentropfen "gebeutelt" erreichten wir gerade noch rechtzeitig die Kirche in Borau, wo der Jugendkreuzweg 2010 für uns endete. Nach den Gebeten und Liedern dieser letzten Station gab es dann sogar noch leckere Schmalzbrote, heißen Tee (wie wunderbar und Danke!) und munteres Miteinandererzählen in der kleinen Kirche... und das letzte Lied klang noch eine Weile nach: "Wo keiner eine Antwort mehr kennt, fragen wir, wo keiner einen Ausweg mehr sieht, suchen wir. Das Ende ist Anfang, der Tod Neubeginn und du, Gott unsres Lebens darin...."

 
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