Evangelischer Pfarrbereich Weißenfels Süd-Ost
Liebe Leserinnen und Leser,
Liebe Leserinnen und Leser, |
| Donnerstag, 24. November 2011 |
|
„Freuet euch in dem Herren allewege; und abermals sage ich euch: Freuet euch!“
Ein fröhliches, aufmunterndes Wort zum Ende der Advents- und zum Beginn der Weihnachtszeit. Der Apostel Paulus ruft dieses Wort der Gemeinde in Philippi zu, nicht mit dem Ziel der Verstärkung der vorweihnachtlichen Freude, sondern als Ermutigung eines Lebens in der Gemeinschaft. Er erinnert die Menschen an ihre Erfahrungen mit Gott.
Da war nicht nur Vorwärtskommen und glatter Weg, sondern da schreibt er auch von Kampf, von durchhalten müssen, von Anfeindungen und Zerreißproben innerhalb und außerhalb der Gemeinde.
Angesichts von Schwierigkeiten und Problemen zur Freude aufzurufen oder gar nur von Freude zu reden, scheint schon vermessen genug, aber Paulus wiederholt es noch einmal und sagt auch, warum: „Der Herr ist nahe“. Die Christen der ersten Generation verknüpften damit die Hoffnung der zeitlich nahen Wiederkunft (Advent) ihres Herrn. Dann würde alles endgültig gut, worum sie sich hier so entbehrungsreich gemüht hatten. Dann würde der Friede, den Gott im Kind von Bethlehem verheißen hatte, endlich und umfassend Gestalt gewinnen.
„Freuet euch!“ Paulus sagt dieses Wort nicht einfach so, sondern fügt hinzu: „in dem Herrn“. Hier ist Anhalten gefragt, Aufmerken, Besinnung. Erinnern an das, was da an guten Worten und Erfahrungen in persönlicher und gemeinschaftlicher Geschichte mit Jesus erlebt wurde, als Hilfe in schwieriger, manchmal auch ausweglos scheinender Zeit. Erinnert euch, nehmt diese Erfahrung auf in eure Gegenwart. So wie in vergangener Zeit euch Gott nahe war, so will er es auch in der Gegenwart sein.
In dieser Hoffnung feiern auch wir Advent, besinnen uns auf das Kommen Gottes in Jesus Christus, zurückblickend auf das Kind in der Krippe und zugleich vorausschauend auf die Wiederkunft Jesu am Ende dieser Weltzeit. Beides, so sagt Paulus, ist Grund zur Freude, denn: „der Herr ist nahe”.
Seine Nähe gerade auch jetzt spüren und erfahren zu können, wünsche ich Ihnen von Herzen. Machen Sie sich deshalb mit auf den Weg zur Botschaft der Weihnacht. Versuchen Sie anzukommen und sich tragen zu lassen von der Zusage Gottes: „mein Friede, meine Freude, meine Nähe gilt euch!“ nicht nur zum Weihnachtsfest, nicht nur aus dem alten Jahr hinaus, sondern auch durch ein neues Jahr hindurch mit der Zusage Jesu im Leitwort für das Jahr 2012 „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“.
Ihr Pfarrer Frieder Wisch
|
Ähnliche Artikel :
» Weihnachtsmarkt am 4. Advent in Zorbau
In diesem Jahr wird es am 18.Dezember (4. Advent) erstmals einen Weihnachtsmarkt der Zorbauer Vereine geben. Er wird um 15 Uhr in der Heimatscheune des Zorbauer Heimatvereins in der Straße der Freundschaft in Zorbau beginnen. Während die...
» Wichtelmarkt in Langendorf
Am 2. Advent, also Sonntag, 4. Dezember 2011, findet wieder der Wichtelmarkt auf dem Pfarrhof in Langendorf statt. In gewohnt guter Weise gibt es Musik zum Advent vom Volkschor Langendorf, das Adventscafè zum Aufwärmen im Küsterhaus, den...
» Achtung, Achtung! - Und schwups, bald ist wieder Weihnachten!
Ab November beginnen bereits die ersten Krippenspielproben in den einzelnen Gruppen und Orten. Alle Kinder und auch Erwachsene, die Lust und Freude an so einem verkündigenden Theaterspiel für den Heiligen Abend haben, sind gern bei uns...
» Erlebte Weihnachten – ein Krippenspiel und mehr!
Die Tannenbäume sind fast alle „aus dem Fenster geworfen“, Kugeln und Strohsterne wieder in Kartons verstaut. Aber noch einmal blicken wir zurück, denn uns erreichten diese Leserbriefe mit einem Rückblick aufs Weihnachtsfest in...
» Der Adventskranz - Woher kommt diese schöne Tradition?
Vor über 150 Jahren gab es in der Nähe von Hamburg einen Pfarrer, der hieß Johann Hinrich Wichern. Er gründete ein Waisenhaus und kümmerte sich um Kinder und Jugendliche, um die sich sonst niemand sorgte.Auch im Waisenhaus feierte er mit den...


