Evangelischer Pfarrbereich Weißenfels Süd-Ost
Organist Georg Gnoyke aus Wiedebach – Liebe und Freude beim Orgelspielen
Organist Georg Gnoyke aus Wiedebach – Liebe und Freude beim Orgelspielen |
| Freitag, 20. Januar 2012 |
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Ein vielgefragter Mann ist Georg Gnoyke. Seit vielen Jahren schon klingelt immer wieder sein Telefon. Pfarrer und Gemeindekirchenräte fragen bei ihm an, ob er die Sonntagsgottesdienste, Hochzeiten, Beerdigungen oder Taufen mit seinem Orgelspiel begleiten kann. Auch der Gemeindebrief hat nun mal an seiner Tür geklingelt. GB: Herr Gnoyke, seit wann sind Sie denn eigentlich schon als ehrenamtlicher Organist tätig? Und wie kam es dazu?
G. Gnoyke: Als der Lehrer Alfred Finzel 1955 sein Organistenamt aufgab, musste ein neuer Organist gesucht werden. Die Wahl fiel auf mich, weil Pfarrer Gahl erfahren hatte, dass ich Orgelstunden nehme. Ich zögerte erst zuzusagen, denn ich hatte ja noch wenig Erfahrung, Gemeindegesang zu begleiten und zügig vom Blatt zu Spielen. Da kam es dann schon mal vor, dass ich vor Aufregung das Notenlesen vergaß, aber Pfarrer Gahl hat mich immer wieder ermutigt. Neben meiner Schichtarbeit und dem Studium für Eisenbahn- und Vertriebstechnik waren eben auch viele Stunden nötig, um mit Fleiß, Ehrgeiz und Freude an der Orgel zu üben. Neue Stücke müssen geprobt und die Finger gelenkig gehalten werden.
GB: Was ist denn das besonders Schöne für Sie beim Orgelspiel?
G. Gnoyke: Das Spielen auf der Königin der Instrumente erquickt meine Seele und macht viel Freude, besonders zu Festen und Feiertagen. Ja und es gibt immer wieder die Herausforderung, Hände und Füße zu koordinieren, sich zu konzentrieren und sich neues Notenmaterial zu erschließen. So ein Orgelspiel bringt eine Klangerfahrung mit sich, die einem sonst verschlossen bleibt. Ein Blick auf die Gestaltung des Orgelgehäuses, den Spieltisch oder den Innenraum einer Orgel genügt schon, um über den Erfindungsreichtum eines Orgelbauers ins Staunen zu kommen! Wir haben in unserem Kirchspiel Orgeln von Ladegast, Vogler, Winter, Gerhard und Rühlmann. Darüber kann man sich übrigens auch auf unsere Kirchenhomepage unter Wissenswertes informieren.
GB: Herr Gnoyke, gibt es auch irgendwelche Schwierigkeiten, die Sie einmal benennen möchten?
G. Gnoyke: Da kann ich nur immer wieder darauf hinweisen, dass Orgeln auch immer genügend bespielt werden müssen um gut zu funktionieren. Und rechtzeitige Orgelwartungen sind wichtig, um größeren Schäden vorzubeugen.
GB: Das Jahr 2012 ist ja auch das Themenjahr „Reformation und Musik“. Daher meine Frage: Hat die Musik auch Ihren Glauben geprägt?
G. Gnoyke: Meine Glaubensprägung ist vor allem im Elternhaus geschehen und die Musik hat daran gewiss einen großen Anteil. Bei uns wurde damals auch noch viel in der Familie gesungen. Mein Großvater hatte mich dann als Fünfjährigen mitgenommen. Er Spielte auf einer Knopfharmonika z.B. beim Hochzeitsfest meiner Tante und so durfte auch ich dieses Instrument bedienen und fand Freude daran. Viel später habe von meinem Lehrlingsgeld ein Klavier angeschafft und dann bekam ich Unterricht von der Weißenfelser Kantorin Stein. So hat sich alles immer weiter entwickelt.
GB: Was wünschen Sie zukünftig mit Blick auf Ihre besondere Aufgabe?
G. Gnoyke: Mein Betätigungsfeld hat sich ja inzwischen vergrößert. Neben Wiedebach und Langendorf Spiele ich mittlerweile in Leißling, Prittitz, Gröbitz und in Ausnahmefällen auch in Weißenfels, Borau, Nessa, Taucha und Zorbau. Ich hoffe jedenfalls, dass ich noch einige Zeit die Orgeln Spielen darf, zur Freude der Kirchgemeinden und zum Lobe unseres Herrn Jesus Christus.
GB: Vielen Dank Herr Gnoyke für das Interview und vor allem auch für Ihre Orgelmusik!
![]() Herr Gnoyke beim Orgelspielen |



