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Eine Fahrt auf der Autobahn ist selten ruhig und entspannt. Raser, Drängler, schlechtes Wetter oder ein Stau fordern die ganze Aufmerksamkeit eines Autofahrers. Da kommt der nächste Rastplatz genau richtig: anhalten, aussteigen, frische Luft schnappen, die Beine vertreten, bevor die Fahrt weiter geht. Warum also nicht auch mal an einer Autobahnkirche anhalten und dort die Seele auftanken, in sich gehen, die Ruhe genießen?

Hinweisschild an der A 38. Foto: Maik Schumann
Immerhin gibt es in Deutschland 38 solcher Autobahnkirchen und eine befindet sich ganz in der Nähe, in Rothenschirmbach bei Eisleben. Gelegen ist die St. Pancratiuskirche an der Autobahn 38 und aus beiden Fahrtrichtungen zu erreichen. Von der Anschlussstelle Eisleben ist es noch etwa ein Kilometer Fahrtstrecke auf der Bundesstraße B180.
Am 11. Juni 2006 wurde sie offiziell als Autobahnkirche eingeweiht und ist damit die vierte Autobahnkirche im Land Sachsen-Anhalt. Der Vorgängerbau stammt bereits aus dem 10. Jahrhundert und wurde dem Heiligen Pancratius geweiht. Als sich die Region um Eisleben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wirtschaftlich stark entwickelte, wollte man auch eine neue und größere Kirche haben. Innerhalb von nur einem Jahr wurde das Haus, so wie es heute noch zu sehen ist, gebaut, aus dem typischen roten Sandstein der Region des Hornburger Sattels. Geöffnet ist die Kirche täglich von 8 bis 20 Uhr. Übrigens hat eine Befragung durch die Akademie Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge im Jahr 2007 ganz interessante Aufschlüsse darüber gegeben, wer eine Autobahnkirche besucht. Demnach sind es eher Männer, die verheiratet sind und Kinder haben und der Anteil der katholischen Besucher ist höher als der der evangelischen.
Mehr Informationen im Internet:
www.autobahnkirche-rothenschirmbach.de und www.autobahnkirche.de
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