Evangelischer Pfarrbereich Weißenfels Süd-Ost
Reformation und Musik – Themenjahr 2012 der Lutherdekade
Reformation und Musik – Themenjahr 2012 der Lutherdekade |
| Donnerstag, 24. November 2011 |
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„Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes; sie vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich“. So sah Martin Luther die Bedeutung der Musik für Glaube und Geist. Er erkannte die Kraft geistlicher Lieder, in denen tiefe Glaubenswahrheiten zum Ausdruck gebracht werden konnten. Wenn die Texte einprägsam gedichtet und ihre Melodien eingängig waren, konnten sie die Grundanliegen der Reformation in einer Zeit verbreiten, in der die Mehrheit der deutschen Bevölkerung noch nicht lesen und schreiben konnte. So wurde das Singen ein Markenzeichen der Reformation. Erste deutschsprachige Lieder erklangen als Protestlieder und der „Gemeindegesang“ während des Gottesdienstes hielt Einzug in die protestantischen Kirchen. Die Entdeckung des Kirchenliedes war ein wichtiger Meilenstein für das reformatorische Verständnis von Musik. Für Luther, als erster bedeutender Dichter und Komponist von Kirchenliedern, waren sie gesungenes Evangelium.
Mit diesen Neuerungen der Reformatoren gründete sich eine vielfältige Tradition der Kirchenmusik und Lieddichtung im Protestantismus, die im Themenjahr 2012 der Lutherdekade „Reformation und Musik“ gewürdigt werden soll.
Dem Festjahr widmet sich im Besonderen das Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels. Unter dem Titel „Schütz und Luther“ finden dort Konzerte, Vorträge und museumspädagogische Programme statt, welche das Schaffen von Schütz als einen herausragenden Höhepunkt der lutherischen Kirchenmusik würdigen.
Antje Riewe
Veranstaltungstipps für 2012:
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