Rückblick auf die Festwoche zur 700-Jahr-Feier in Granschütz |
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Montag, 27. Juni 2011 |
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Der Ort Granschütz feierte in diesem Jahr die 700. Wiederkehr seiner Ersterwähnung. Was kann die Kirchengemeinde dazu beitragen?
Auf den ersten Blick nicht viel, ist die Kirche doch „erst“ knapp über 110 Jahre alt und damit nicht wie in vielen anderen Orten ältestes Bauwerk des Dorfes. Bei genauerer Betrachtung stellt sich allerdings heraus, dass die Urkunde aus dem Jahre 1311, die den Anlass für die Feierlichkeiten bildet, sich mit Zehntenzahlungen der Granschützer Bauern an das St. Clarenkloster Weißenfels befasst. Ortsgeschichte ist also von Anfang an Kirchengeschichte und so war es gut und richtig, dass die Festwoche am Donnerstagabend mit einem ökumenischen Gottesdienst begann. Dieser wurde von Pfarrer Frieder Wisch und dem katholischen Pfarrer Rudolf Hempel aus Hohenmölsen gestaltet und von Kantor Thomas Piontek musikalisch begleitet. Das Thema war das Christus-Wort „Ich bin die Tür“ aus dem Johannes-Evangelium. Zahlreiche Granschützer und Gäste hatten sich dazu eingefunden. Im Anschluss wurde in den Seitenschiffen eine Ausstellung eröffnet, die anhand unzähliger Fotos aus über 80 Jahren die Orts- und insbesondere die Vereinsgeschichte von Granschütz vorstellt. Leider wurde die Kirchengemeinde mit ihren Bemühungen für den Erhalt des Gotteshauses darin etwas „stiefmütterlich“ behandelt.
Am Sonntag fand als Höhepunkt der Feierlichkeiten der große Festumzug mit 28 Bildern zur Ortsgeschichte statt. Auch hier war die Kirche in mehreren Bildern präsent. So gab Pfarrer Frieder Wisch einen wort- und sangesgewaltigen Martin Luther, während Matthias Kolonko (als „Junker Rex von Kreischau“), Thea Kolonko und Elke Schönian vergeblich versuchten, die für die katholische Kirche „verlorenen Seelen“ wieder „einzufangen.“ An den Bau der Kirche im Jahr 1899 erinnerte Bild 16. Dabei wurde ein maßstabgetreues Modell der Kirche von einem historischen Traktor durch den Ort gezogen. Orgelbaumeister Ladegast (Bertram Adler) war ebenfalls dabei und gab Proben seines Könnens.
Auch nach Ende der Festwoche gehen die Bemühungen für den Erhalt der Kirche weiter. So gab es am 29. Juni ein Konzert für Orgel und Gesang.
Matthias Kolonko, Granschütz
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