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„Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewig!“
Wie bereits aus der Umschlagseite zu entnehmen, finden wir uns mitten in der Erntezeit. Sehr unterschiedlich sind die Gedanken angesichts noch immer nicht abgeernteter Weizenfelder, vertrockneter Maisfelder weiter nördlich, überschwemmter Äcker in Pakistan, verbrannter Erde in Russland. Ist es da möglich zu danken, von der Güte und Freundlichkeit Gottes zu reden?
Beim zurückliegenden Kreiskirchen-tag in Weißenfels fragte ich Besucher nach schönen Dingen in ihrem Leben, um sie dann an einer „Beste-Tafel“ festzuhalten. Ein Mann schaute mich an und sagte: „Bei mir gibt es nichts Schönes.“ Er war in seiner Lebens-einstellung kein Einzelfall. Aber da gab es auch die Anderen, die fröhlich aufschrieben, was sie erfreut, wofür sie dankbar sind in ihrem Leben, in ihrem Ort, in ihrer Umgebung: ein Name, die Familie, ein Chor, eine Gemeindegruppe, eine Schule, Sonnenschein und Licht.
Lassen Sie uns in diesem Monat noch einmal oder wieder neu darauf schauen, was uns zur Verfügung gestellt ist an Gaben und Begabungen, an Möglichkeiten, an Dingen, die unser Herz und unsere Seele erfreuen und lassen Sie uns alles vor Gott aussprechen, wenn wir zum kommenden Monatswechsel Erntedankgottesdienste feiern. Kommen Sie dazu und vielleicht bringen Sie auch etwas mit an Gaben aus Feld, Garten, Geschäft, was Ihr Leben verschönt und was Sie weitergeben mögen und teilen mit denen, die einen Grund zum Danken im Augenblick nicht finden können.
Frieder Wisch, Pfarrer
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